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Das Revier

Wer den Westensee einmal mit einem Ruderboot berudert oder mit einem Segelboot besegelt hat, versteht, warum wir so gerne unsere Freizeit auf ihm verbringen und uns seinem Schutz und seiner Pflege verschrieben haben. Mit 767 Hektar hat er genau die richtige Größe, um ihn immer wieder neu zu entdecken: Eine Bucht nach der anderen öffnet sich, eingerahmt von Wäldern und Feldern. Ein Traum für Wassersportlerinnen und Wassersportler, egal ob für Anfänger oder für lang erprobte Segel- und Ruderveteranen. 


Und wie komme ich aufs Wasser?


Der See ist in mehrere Bereiche unterteilt, die derzeit fünf verschiedenen Eigentümern gehören. Wer hier dauerhaft Wassersport betreiben möchte, wird Mitglied im RSVW und erwirbt jedes Jahr eine Seebenutzungsplakette. Die Anmeldeformulare und alle weiteren Informationen finden Sie unter Downloads.


Wichtige Hinweise
  • Auf dem Westensee bestehen Sperrgebiete, die nicht befahren werden dürfen. 

  • Zum Uferbereich ist ein Mindestabstand von 50 Metern einzuhalten. 

  • Motorboote sind grundsätzlich verboten. 
    (Ausnahmen: Rettung, Serviceboot, Ausbildung, Fischer )

     

Die aktuellen Befahrensregeln sind vom Naturpark Westensee – Obere Eider e.V. veröffentlicht.

 

 

 

Stege

  

Stege  

Der RSVW ist die Dachorganisation der Steggemeinschaften am Westensee.
Am See entlang gibt es private Stege an Anliegergrundstücken und eigenständige private Steggemeinschaften, in denen sich RSVW-Mitglieder zusammengeschlossen haben, um den See verantwortungsbewusst sportlich zu nutzen.

 

 

Wulfsfelder Steggemeinschaft e.V.

 

Kirschberg

 

 

Nordsteg Gemeinschaft

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Südsteg 

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Lage und Zuordnung

Der Südsteg gehört zur Siedlung Langnis, in der seit Generationen auch einer der Seebesitzer ansässig ist. Er liegt zu etwa 95 % auf der Leeseite des Sees und befindet sich rund 2 km vom gegenüberliegenden Nordsteg entfernt.

 

Nutzung und Liegeplätze

Der Südsteg ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Angelfreunde, die dem Landesfischereiverband angehören, der hier die Fischereirechte innehat. Darüber hinaus bietet der Steg geschützte Liegeplätze für Ruderboote und einige Segelboote.

 

Landschaft und Aussicht

Von hier aus eröffnen sich weite, freie Blicke über den See. Die Aussicht besitzt einen ausgeprägten Postkartencharakter und macht den Südsteg zu einem besonders reizvollen Ort am Wasser.
 

 

 

 

 

Ranger

  

Ranger

Die Nutzung des Westensees und seines Umfeldes hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Deshalb sind Ranger regelmäßig auf und am See unterwegs.

 

Die Ranger arbeiten eng mit Naturschutz- und Ordnungsbehörden zusammen. Ihre Aufgabe ist es

 

  • über die Regeln der Naturnutzung zu informieren

  • auf die Einhaltung der Befahrensregeln hinzuweisen

  • sensible Naturräume zu schützen

  • und Wassersportler sowie Besucher direkt anzusprechen.

     

Der RSVW unterstützt die Ranger sowie den Naturschutz und bittet alle Seebenutzer, 
die Ranger bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen und zu respektieren. 

Naturschutz

  

Naturschutz

Die Mitglieder des RSVW verpflichten sich die Regeln des Naturschutzes bei der Nutzung des Westensee einzuhalten. Zu jeder Zeit (außer bei den Stegzufahrten) müssen mindestens 50 Meter Uferabstand eingehalten werden. Die Schutzgebiete Natura2000 FFH ( Flora-Fauna-Habitat) sind nicht zu befahren. 
Im Winter ist die Osthälfte NSG des Sees wegen der Wintervogel Ruhezonen für den Segel- und Rudersport nicht zugänglich. 

 

Die Seeeigentümer und der RSVW erwarten, dass durch diese Maßnahmen der verantwortungsvolle Wassersport auf dem Westensee langfristig erhalten bleibt.

 

Wasserrettung / Hilfe - Service

  

Wasserrettung / Hilfe - Service 

Im Notfall ist immer zuerst die 112 zu wählen. 


Die Rettungsleitstelle alarmiert anschließend den örtlichen Hilfe-Service, der innerhalb kurzer Zeit auf dem Wasser im Einsatz sein kann.


Zusätzlicher Kontakt RSVW-Hilfe-Service = RSVW MOTORBOOT 


(0151) 55 67 12 32

 

Dabei unbedingt die Unglücksstelle gemäß dieser Karte (rote Punkte) angeben  

 

 RSVW_Seeteile    

 

Geologie

  

Geologie

Die Entstehung


Was heute so friedlich daliegt, hat eine bewegte Geschichte.


Durch Bohrungen wurde nachgewiesen, dass tief unter dem Seegebiet Salzgebirge liegen. Die letzte Eiszeit hat ihre Spuren hinterlassen: Ein Endmoränenzug führt von Bordesholm über Blumenthal und den Tüteberg nach Emkendorf. Dabei schneidet er die ältere, von Nord nach Süd verlaufende Endmoräne zwischen Blocksdorf und Deutsch Nienhof. Östlich und nördlich des Sees finden sich zudem drei jüngere Endmoränenzüge. Zwischen ihnen haben sich das Eidertal und die Täler des Russees, des Hansdorfer Sees und des Ahrendsees gebildet.


Später flossen Schmelzwasser quer über das Gebiet des heutigen Westensees. Damals war das spätere Seebecken noch von verschüttetem Toteis gefüllt, das das Seebecken, wie wir es heute kennen, überhaupt erst formte. Die Wassermassen suchten sich ihren Weg durch eine Rinne vom Westensee nach Emkendorf, und westlich von Emkendorf entstand eine weite Schmelzwasser-Sandebene.


Heute wird der See von der Eider durchflossen, dem längsten Fluss Schleswig-Holsteins. So ist aus Eis, Wasser und Zeit das kleine Paradies geworden, das wir heute befahren und beschützen.

 

 

Historie - Vereinsleben

  

Historie - Vereinsleben

 

Seit den Gründerjahren wird am Westensee mit Leidenschaft gesegelt. Die ersten Segelwettbewerbe waren umkämpfte Yardstick-Regatten mit über 34 Booten. Über die Jahre haben sich verschiedene Regattaformate etabliert.


Doch auch im Winter wurde der See seit jeher kreativ genutzt: bei notariell überwachten Eiswetten mussten die Teilnehmenden den Zustand des Eises vorhersagen. War es dick genug, gingen die Eissegler aufs gefrorene Nass und machten auf Kufen stets eine gute Figur. Das gemeinsame Boßeln durch die verschneiten Wälder des Schierensees war ebenfalls eine hoch frequentierte gemeinsame Beschäftigung in der kältesten Jahreszeit.


Anfang der 2000er Jahre machten unsere Jugendlichen von sich reden: Bei den Offenen Landesmeisterschaften der Marinekutter im Rahmen der Kieler Woche belegten sie mehrmals den ersten Platz. Zur selben Zeit gab es am Nordsteg spektakuläre Matchraces für Jung und Alt, ausgetragen in Optis oder Jollen.


Seit 2020 gibt es die montagabendliche Laserregatta, bei der freundlich kompetitiv in den Sonnenuntergang hinein gesegelt wird.
 

 

Historie - See

  

Historie - See

 

Schon zwischen etwa 4300 und 2300 v. Chr. lebten Menschen am Westensee, wie Ausgrabungen von Hügelgräbern und Funde von Flintbeilen bezeugen. 1250 n. Chr. rodete ein mächtiges Rittergeschlecht den „Eisernen Wald” (Isarnho) und errichtete die St.-Catharinen-Kirche und schuf so die Basis für die heutigen Wohngegenden um den Westensee.
 

Der See und die Eider waren damals ein bedeutender Handelsweg zwischen Nord- und Ostsee, und Flemhude und Hohenhude waren hoch frequentierte Umschlagplätze. Die Ritter kontrollierten die Schiffspassagen an strategisch wichtigen Punkten: in Rendsburg (Reinholdsburg), an der Lohburg (Läkeburg) auf einer Insel vor dem Bossee und der Hohburg auf dem Börner. Dort erhoben sie Zölle und gewährten als Gegenleistung Sicherheit auf den Wasserwegen. 

 

Von 1340 bis 1348 wurden die Burgen von den Grafen von Holstein und von Lübeck zerstört, nachdem man den ansässigen Rittern Raubrittertum vorgeworfen hatte. Aus dieser Zeit gingen die herrschaftlichen Güter Bossee, Westensee, Deutsch Nienhof, Emkendorf und Schierensee hervor, die die Region bis heute prägen.

 

   
Symbolische Karte von 1300: Sie zeigt, wie der Wasserweg kontrolliert wurde. Bitte beachten Sie, dass der Wasserstand damals noch deutlich höher lag, bevor aus der Lohburg-Insel eine Halbinsel wurde.
 

Mit der „Blauen Linie” auf den See
 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts betrieb die Firma Hansen in Kiel die sogenannte „Blaue Linie“. Der Schiffsverkehr umfasste sowohl die Hafenquerung mit Dampfschiffen als auch Ausflugsfahrten ins Umland. Ergänzend wurden auf dem Westensee Fahrten mit kleineren Schiffen angeboten. Die „Blaue Linie“ diente somit sowohl dem Personenverkehr im Kieler Hafen als auch dem Ausflugsverkehr auf dem Westensee. 1928 führten diese unter anderem nach Strohbrück und Flemhude. Von dort ging es weiter zu den Anlegestellen in Achterwehr und an der Eiderbrücke sowie zu den Anlegestellen am Westensee: Hohenhude und als kulinarisches Highlight den noch heute bekannten Beckmanns Gasthof in Achterwehr.

 

  

 

Wochenendausfahrten

 

Zudem bot der Ruderclub Germania Wochenendausfahrten im 4er oder 8er von Kiel durch den Kanal in den Westensee an. Der Naturpark rund um den Westensee war also schon in den 20er Jahren ein beliebtes Naherholungsziel und etablierte sich seitdem als gut erreichbare Idylle unweit von Kiel. 

 

 

RSVW e.V. - Unterstützung

  

RSVW e.V. - Unterstützung

 

Der Verein leistet folgende Unterstützung:

  • Bereitstellung eines Bootes für den Rangerdienst

  • Ausbringen von Naturschutzbegrenzungen

  • Ausbringen von Wettkampfbojen für Triathlonveranstaltungen der Region